Änderung der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie

G-BA: Kompressionsstrümpfe ab KKL I künftig Leistung der Behandlungspflege

Der G-BA hat beschlossen: Das An- und Ausziehen von ärztlich verordneten Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen bereits ab Kompressionsklasse I ist zukünftig eine verordnungsfähige Leistung der Behandlungspflege.

Die Hilfe kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn darüber hinaus kein Bedarf an Grundpflege besteht. Diese Anpassungen der Häuslichen Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 21. Dezember 2017 beschlossen, teilt der Industrieverband Eurocom mit. Die Änderungen treten nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.

Eurocom-Geschäftsführer Dr. Ernst Pohlen erklärt: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass der G-BA damit der studienbasierten Empfehlung von Eurocom folgt, die Versorgung der Patienten mit Kompressionsstrümpfen der Klasse I zu erleichtern. Denn nicht jeder, der eine niedrigklassige Kompressionstherapie benötigt, ist auch in der Lage, diese selbstständig zu handhaben.“

Tobias Kurtz / 05.01.2018 - 13:07 Uhr

Tobias Kurtz / 05.01.2018 - 13:07 Uhr


Weitere Nachrichten

Partnerschaft mit dem Sanitätsfachhandel stärken

Russka übernimmt Vertrieb für Omron

Russka ist laut einer Unternehmensmitteilung ab dem 1. März 2018 für den Vertrieb der Medizinprodukte der Omron Medizintechnik Handelsgesellschaft mbH im deutschen Sanitätsfachhandel verantwortlich.


Pflegebedürftigkeit

MDS: So verteilen sich die Pflegegrade 2017

Im Jahr 2017 haben die MDK-Gutachter über 1,6 Millionen Versicherte nach dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff begutachtet. Dies teilte der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) mit.


Thema Retaxierung

RSR strebt Vertragsklauseln zur Verordnung ohne Genehmigung an

Der RSR RehaService-Ring hat eine Umfrage unter seinen Mitgliedern durchgeführt. Thema waren Retaxierungen. Der RSR will die Ergebnisse in Kassenverhandlungen einbringen.


Umfrage der Initiative "Faktor Lebensqualität" im BVMed

Wie Patienten ihre Stoma- und Inkontinenz-Versorgung nach Ausschreibungen bewerten

Der erzwungene Wechsel des Versorgers nach einer Ausschreibung durch die Krankenkasse hat negative Folgen: Nach einer Umfrage sind 32 Prozent der Patienten, die auf ableitende Inkontinenz- und Stoma-Hilfsmittel angewiesen sind, mit dem Beratungsservice des neuen Lieferanten nicht zufrieden.