Ausrichtung am Vertrieb

Gesellschafterversammlung der RehaVital

RehaVital-Gesellschafterversammlung 2017: Die Referenten zum Thema Lobbyarbeit zusammen mit Geschäftsführung und Aufsichtsrat (v.l.): Frank Jüttner (Jüttner Orthopädie), Birgitt Bender (Die Grünen), Prof. Dr. Clarissa Kurscheid (Figus), Ralf Kaspar Kemmerl
RehaVital-Gesellschafterversammlung 2017: Die Referenten zum Thema Lobbyarbeit zusammen mit Geschäftsführung und Aufsichtsrat (v.l.): Frank Jüttner (Jüttner Orthopädie), Birgitt Bender (Die Grünen), Prof. Dr. Clarissa Kurscheid (Figus), Ralf Kaspar Kemmerling (RehaVital), Dr. Albrecht Kloepfer (Büro für gesundheitspolitische Kommunikation), Detlef Möller (Aufsichtsratsvorsitzender der RehaVital und Geschäftsführer von Stolle Sanitätshaus). (Foto: RehaVital)

Geschäftsentwicklung, Vertriebsstrategien und Lobbyarbeit: Mit diesen Themen setzten sich die rund 170 Teilnehmer an der Gesellschafterversammlung der RehaVital auseinander.

Die RehaVital entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016 positiv. Das Einkaufsvolumen der Mitglieder wurde im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent auf 401 Mio. Euro gesteigert. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe lag konstant bei 117 Hauptbetrieben. Deren Filialanzahl stieg um gut 15 Prozent auf 598. Im Jahr 2017 gehören aktuell 119 Betriebe mit 620 Filialen der RehaVital an. In der Gesellschafterversammlung wurden der Jahresabschluss und der Bericht über das Geschäftsjahr 2016 verabschiedet. Jörg Reisgies, Gesellschafter von Brandes & Diesing, wurde als neuer Sprecher gewählt.

Die RehaVital stellt sich mit Fachgruppen in allen Warenbereichen neu auf. Fokussiert agierende Mitglieder oder Spezialisten entwickeln gemeinsam Lösungen für die strategischen Anforderungen des Marktes. Die Zentrale fördert die Bildung von Fachgruppen aufgrund ihrer hohen Bedeutung als Input-Geber und will eine thematisch übergreifende Steuerungsfunktion übernehmen.

Ab sofort werden im Fachbereich Homecare und Medizintechnik der Einkauf, Vertrieb, Logistik und das Krankenkassen-Management von einer Hand gesteuert. Die verantwortliche Leiterin Michaela Jakowizchak verdeutlichte die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Patientenversorgung und die Erfolgschancen einer von der RehaVital gezielt unterstützten strukturierten Marktbearbeitung. Ihre Stärke als regionale Anbieter mit einem Fokus auf ganzheitlichen Versorgungsprozessen erfordere von den Mitgliedern konsequenterweise, Homecare und Medizintechnik als wesentliche Teile der Patientenbetreuung zu berücksichtigen.

Ausrichtung Krankenkassen-Management

Das Vertriebs- und Krankenkassen-Management unter Leitung von Stefan Skibbe soll vertrieblich stärker auf die Kostenträger ausgerichtet werden. Dafür werde die RehaVital mit eigenen sektorenübergreifenden Vertriebskonzepten auf die Bedürfnisse der Kostenträger eingehen. Aktuell führt sie Gespräche mit Kassen zur Sondierung von neuen Vertragsprojekten. Mit verbesserten Vertragsdaten und -systemen möchte die Zentrale zudem die Vertriebsaktivitäten ihrer Mitglieder unterstützen.

Mit den bereits bestehenden Versorgungskonzepten habe die RehaVital ein Differenzierungs- und Qualitätsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb geschaffen. Das Versorgungskonzept im Bereich Schlaganfall sei wegweisend und habe mit einer eigenen gesundheitsökonomischen Studie den Nachweis einer kostengünstigeren, aber umfassenderen Versorgung erbracht. Versorgungsangebote für Kinder und COPD-Betroffene ergänzen das attraktive Portfolio. Konzepte in weiteren Versorgungs- und Therapiebereichen seien bereits projektiert.

Ein ausführlicher Beitrag über die Gesellschafterversammlung folgt in der August-Ausgabe von GesundheitsProfi.

Tobias Kurtz / 10.07.2017 - 10:12 Uhr

Tobias Kurtz / 10.07.2017 - 10:12 Uhr


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