Umfrage „Transparenz von Kassenleistungen“

GKV-Leistungen: Viele Bürger wissen wenig

Studie: Transparenz von Kassenleistungen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65649 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH"
Studie: Transparenz von Kassenleistungen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65649 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH"

Repräsentative Studie: Für die Mehrheit der Deutschen ist der Leistungskatalog ihrer Krankenkasse zu undurchsichtig.

Chronische Krankheiten wie Asthma, Diabetes, Parkinson oder Epilepsie bedeuten für Patienten eine dauerhafte Versorgung mit Medikamenten, Medizinprodukten oder Therapien. Welche Leistungen dabei konkret von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, wissen drei Viertel der Versicherten nicht. Das zeigt die Umfrage "Transparenz von Kassenleistungen" des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung mit Unterstützung der Coloplast GmbH. Für die repräsentative Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Toluna rund 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

Drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) haben keine Kenntnis darüber, welche Leistungen und Produkte ihnen ihre Krankenkasse im Falle einer chronischen Erkrankung anbieten würde. Privat Versicherte fühlen sich tendenziell etwas besser unterrichtet: 29 Prozent der Befragten geben an, zumindest ungefähr zu wissen, welche Leistungen ihre KrankenkasseÜbernehmen. Bei den gesetzlich Versicherten sind es nur 20 Prozent.An dieser Stelle sehen die Befragten vor allem die Krankenkassen in der Pflicht: 80 Prozent erwarten von ihrer Krankenkasse, über ihre Leistungsansprüche informiert zu werden. Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) möchten in diesem Zusammenhang vor allem vonihren Ärzten aufgeklärt werden - Info-Materialien in Kliniken oderPraxen halten 41 Prozent für nützlich.

Mehr als 43 Prozent der gesetzlich Versicherten wissen zudem nicht, dass sie sich Einzelabrechnungen, zum Beispiel über die Kosten eines Klinikaufenthaltes, anschauen können. Lediglich jeder vierte Deutsche (26 Prozent) hat die Möglichkeit bereits genutzt - 18 Prozent haben diese Option noch nicht wahrgenommen, wollen aber von ihr in Zukunft Gebrauch machen.

Thema Zuzahlung

Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) bemängelt, dass Aufpreiszahlungen nicht nachvollziehbar und transparent erklärt werden. Dabei haben 44 Prozent der Befragten schon einmal einen Aufpreis für ein teureres Medizinprodukt gezahlt."Die Intransparenz des Gesundheitssystems und seiner Leistungen kann den Patienten schaden", sagt Wilhelm Alms, Vorsitzender des Beirats des IMWF. "Es ist nicht auszuschließen, dass die Versicherten dadurch nicht die bestmögliche Versorgung erhalten und hohe Kosten selbst tragen müssen."

Jeder zweite Deutsche (58 Prozent) ist dauerhaft auf die Versorgung mit einem oder mehreren Medikamenten, Medizinprodukten und Therapien angewiesen. Insgesamt sind die meisten Befragten mit der medizinischen Versorgung in Deutschland zufrieden (66 Prozent). Allerdings sagen immerhin 39 Prozent, dass sie im Falle einer Krankheit nicht ausreichend von dem Gesundheitssystem unterstützt werden.

Tobias Kurtz / 31.07.2017 - 08:00 Uhr

Tobias Kurtz / 31.07.2017 - 08:00 Uhr


Weitere Nachrichten

Sechsmonatige Testphase abgeschlossen

Knappschaft startet eKV auch mit MIP

Die Knappschaft hat zum 24. Juli 2017 den elektronischen Kostenvoranschlag (eKV) für bestimmte Produktgruppen eingeführt. Der eKV kann auch über MIP-Hilfsmittel-Management eingereicht werden.


Ausgefeiltes Lichtkonzept

Sanitätshaus Göldner in neuem Glanz

Das Sanitätshaus Göldner präsentiert sich in seiner neuen Hauptfiliale in Eggenfelden als moderner Gesundheitsanbieter.


Beteiligung am Online-Portal "Meine Gesundheit"

Debeka führt digitales Rechnungsmanagement ein

Die private Krankenversicherung Debeka wird ihren Mitgliedern das Online-Portal "Meine Gesundheit" zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um ein digitales Rechnungsmanagement.


"Kurswechsel“ bei der TK

RehaKIND kritisiert Kinderversorgungen in Ausschreibungen

Die Fördergemeinschaft Kinder- und Jugendrehabilitation RehaKIND sieht die individuelle Hilfsmittelversorgung für behinderte Kinder gefährdet. Aktueller Anlass: eine Ausschreibung der Techniker Krankenkasse.